Rat & Tat

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Wenn die Büroklammer zweimal zwinkert

Zugegeben – heutzutage kann man froh sein, sich für Hausarbeiten nicht mehr mit Schreibmaschine und Tipp-Ex abmühen zu müssen. Aber sind Computer wirklich die bessere Wahl?

Die gute alte Schreibmaschine etwa käme nie auf die Idee, eigenmächtig Seitenbreite oder sonstige Formatierungen zu ändern. Genausowenig würde sie proportional zum Näherrücken des Abgabetermins immer störrischer und raubte mit extra-langen Speicherorgien den letzten Nerv gestreßter Studis, wie es Computer gerne tun.

Vor allem aber hüpft bei Schreibmaschinen kein Word-Hilfe-Assistent auf den Bildschirm und macht Faxen. Ja, genau, ich meine diese herzige kleine Büroklammer, die auf Tastendruck erscheint und ihren Schreibblock zückt. Eine wirkliche Hilfe ist sie dabei nicht, zum Thema verschobene Fußnoten etwa verdreht sie nur ratlos die sonst ach so niedlich klimpernden Kulleraugen.

Dafür hat sie immer einen flotten Spruch auf den metallenen Lippen, z.B. „Wie läuft’s? Nur Arbeit, kein Vergnügen?“ Die wahrscheinlich guten Absichten der Programmierer in Ehren, aber nach einigen Programmabstürzen in der Nacht vor Abgabe diese Frage von einem vorlauten Stück Draht gestellt zu bekommen, grenzt an Psychoterror.

Wenigstens gibt es Alternativen zur zwinkernden Büroklammer, zu finden unter „Optionen“ und „Katalog“ des Hilfe-Assistenten. Hier warten neben der Katze „Origami-Kati“, Hund „Power-Knuddel“ und anderen lustigen Gesellen sogar Einstein und Shakespeare, um uns mit Rat und Hilfe beizustehen.

Und was sind schon verschobene Fußnoten gegen vergnügte Stunden mit Origami-Kati oder Power-Knuddel...

 

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© 2002 · Ulrike Flach · Köln, besuchen Sie auch: www.SuperUnterricht.de