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Non scholae sed vitae... – aber wie?

Vermittlung von Schlüsselqualifikationen wird immer wichtiger

Was kann ich eigentlich? Diese Frage dürfte sich schon mancher Geisteswissenschaftler mit möglicherweise bevorstehendem Bewerbungsgespräch gestellt haben. Während des Studiums werden einzelne Felder einzelner Fächer vertieft, und viele Studierende haben Zweifel, ob sie damit in der Arbeitswelt überhaupt etwas anfangen können.

Aber: Sie können, wenn sie den Blick weniger auf den Inhalt als auf das Vorgehen richten. Schlüsselqualifikationen heißt das Stichwort – wer eine Hausarbeit schreibt, erwirbt nicht nur Wissen über das Thema, sondern lernt, zu recherchieren, sich seine Zeit einzuteilen, sich selbst zu motivieren, Informationen einzuordnen, und so weiter.

Mit der Frage, wie solche Fertigkeiten, die auf ein breites Spektrum im Arbeitsmarkt anwendbar sind, in der Lehre vermittelt werden können, befaßten sich am 26. November Lehrende und Studierende unter der Leitung von Professor Norbert Platz (Anglistik). Dabei wurden verschiedene Projekte und Veranstaltungen des Fachbereich II vorgestellt, die sich um die Schulung von Schlüsselkompetenzen bemühen.

So erläuterte Professor Hermann Kleber (Romanistik) zum Beispiel eine Übung zur Texterklärung, in der neben dem allgemeinen Examenstraining auch übertragbare Kompetenzen wie Ziele formulieren, Suchstrategien anwenden, Verantwortung übernehmen, angestrebt wurden.

Den Studierenden wurde geraten, sich rechtzeitig über ihre Berufsmöglichkeiten zu informieren und sich um den Erwerb entsprechender Kompetenzen zu bemühen. Hierbei kann es hilfreich sein, sich ein Kompetenz-Profil zu erstellen, in dem man seine Qualifikationen auflistet und auf das man bei einer etwaigen Bewerbung zurückgreifen kann.

Noch dringlicher aber scheint ein Aufruf an die Lehrenden, stärker darüber nachzudenken, welche übertragbaren Fähigkeiten in ihren Veranstaltungen vermittelt und, vor allem, den Studierenden bewußt gemacht werden können.

Wer mehr Informationen haben oder sich an weiteren Diskussionen beteiligen möchte, kann sich an die Koordinationsstelle für Berufsorientierung am FB II wenden (Frau Christiany, DM 5).

 

Finger (oder so):

Schlüsselqualifikationen sind im Studium konkret erprobte und eingeübte Fähigkeiten, die in die Arbeitswelt übertragen werden können, z.B. Recherchierfähigkeit, Arbeiten unter Zeitdruck, rhetorische Fähigkeiten, Selbstorganisation, Kooperationsfähigkeit, Selbständigkeit, Problemlöse- und Bewertungsfähigkeit, u.s.w.

 

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© 2002 · Ulrike Flach · Köln, besuchen Sie auch: www.SuperUnterricht.de