5 Pfund in 2 Stunden
Frühlingszeit – Diätzeit! Es ist jedes Jahr das Gleiche: die Pölsterchen, die wir uns mit Marzipankartoffeln und Gänsebraten urzeitgemäß zur Überwinterung angefuttert haben müssen wieder weg – und das möglichst bevor Schmunzelhase und Co. einen neuen Angriff auf unsere Fettzellen starten.
Wer wäre schließlich nicht gerne „Fit for Fun“, wenn die ersten Sonnenstrahlen zu bauchfreien Tops und Nacktbaden einladen. Doch die Schlankheitskuren, mit denen sämtliche Frauenzeitschriften jetzt wieder „5 Pfund in 2 Stunden“ und ähnliches versprechen, sind nicht wirklich eine Hilfe auf dem Weg zum hollywoodgemäßen Astralkörper.
Man nehme zum Beispiel die Atkins-Diät. Alles, was fett ist, darf gegessen werden, je fetter, desto besser. Also her mit den Pommes zum Frühstück, mittags kann man den Schweinshaxen noch ein paar Mayonnaise-Brötchen als Nachtisch hinterher schieben, und abends gibt’s dann Brathähnchen „Quattro Formaggio“. Kleiner Schönheitsfehler: Obst und Gemüse is nich – und dass das Leben so ganz ohne Vitamine nicht gesund ist, wissen wir schon seit der Nudel-Ei-Diät vom letzten Jahr.
Spontan zum Mitfasten laden eh nur die wenigsten Diäten ein. Die Definition der Brigitte-Diät etwa als „kalorienreduzierte, ausgewogene Mischkost“ könnte auch als neue Chappiwerbung herhalten, und auch die „Ballaststofftabletten“ und „Kräuterpresslinge“ von Herbalife scheinen als Zwischenmahlzeit nur wenig verlockend.
Vielleicht bringen ja die neue Yin-und-Yang- oder die Blutgruppen-Diät das gewünschte Ergebnis, zumindest klingen sie dem Namen nach etwas spannender als das gemeine Saftfasten. Aber erprobte Frühjahrsdiäteten wissen sowieso: am allerschlimmsten ist der Jojo-Effekt – und den kann man ja auch vermeiden, indem man gar nicht erst abnimmt. In diesem Sinne: Fröhliches Ostereier-Finden!
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